Wenn Sie am Computer arbeiten, geben Sie hier den Kurzcode von Ihrem QR-Zettel ein.
IQ-Tests sind nach Definition so kalibriert, dass die Werte einer Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 folgen. Daraus lassen sich exakte Anteile berechnen: Wie viele Menschen liegen über 130 (Hochbegabung), wie viele unter 70 (Lernbehinderung)?
Mary Ainsworths „Fremde-Situation-Test“ klassifiziert Kinder in vier Bindungstypen: sicher, unsicher-vermeidend, unsicher-ambivalent, desorganisiert. Meta-Analysen zeigen, wie sich diese Anteile in verschiedenen Kulturen verteilen — eine zentrale Grundlage für Erzieherinnen und Erzieher.
Wenn ein Test eine Sensitivität von 85 % und eine Spezifität von 90 % hat – was bedeutet ein positives Ergebnis konkret? Bei der ADHS-Diagnose ist die Antwort überraschend: Selbst bei einem „guten“ Test sind viele positive Befunde Fehlalarme. Der Satz von Bayes zeigt, warum.
Etwa 10–15 % aller Mütter erleben in den Monaten nach der Geburt eine Wochenbettdepression. Risikofaktoren wie vorherige Depressionen, soziale Isolation und Stillschwierigkeiten lassen sich in Vierfeldertafeln auswerten — wichtig für die Frühprävention durch Hebammen und Sozialarbeiterinnen.
Jährlich nehmen sich in Deutschland etwa 10.000 Menschen das Leben — etwa dreimal so viele wie im Straßenverkehr sterben. Die Verteilung nach Alter und Geschlecht zeigt sehr klare Muster, die für die Suizidprävention in sozialen Berufen relevant sind.
Mit der Teil-Legalisierung 2024 ist Cannabis-Konsum bei Jugendlichen ein heißes Thema in der Suchtprävention. Die BZgA befragt seit Jahrzehnten Jugendliche zu ihrem Konsumverhalten — die Daten zeigen klare Trends nach Alter, Geschlecht und Region.
Pflegekräfte, Erzieherinnen und Sozialarbeiter haben überdurchschnittlich hohe Burnout-Raten — und das Risiko ist im Praktikum bereits messbar. Eine eigene anonyme Umfrage in der Klasse plus offizielle BKK-/AOK-Reports liefern die Datengrundlage.
Die PISA-Studie zeigt seit 2000 in allen OECD-Ländern: Bildungserfolg hängt stark vom Elternhaus ab — in Deutschland besonders stark. Das ist für Sozialassistenten zentrale Diagnostik-Information für die Schul- und Familienarbeit.
Eine Alkoholentwöhnung gilt nach 1 Jahr Abstinenz als „erfolgreich“ — die Abstinenzraten liegen je nach Therapieform zwischen 30 % und 50 %. Mit Erwartungswerten lässt sich rechnen, welcher Behandlungspfad für eine Klinik am wirksamsten ist.
Studien zeigen, dass intensive Frühförderung in Kindertagesstätten besonders Kindern aus benachteiligten Familien hilft. Die Effektstärken sind klein, aber messbar — und das Bertelsmann-Ländermonitoring vergleicht die Bundesländer Jahr für Jahr.
Mobbing — heute auch zunehmend „Cybermobbing“ — betrifft je nach Studie 15–35 % aller Schülerinnen und Schüler. Die JIM-Studie und WHO-Erhebungen liefern saubere Daten nach Alter, Geschlecht und Plattform.
Der Implicit Association Test (Harvard) misst Reaktionszeit-Unterschiede beim Sortieren von Wörtern und Bildern und macht damit unbewusste Vorurteile sichtbar. Die Datenbank von „Project Implicit“ enthält Millionen von Testergebnissen — eine spannende Datenquelle für die Sozialwissenschaft.
Seit 2011 erscheint der „SKL Glücksatlas“ — ein jährlicher Bericht zur Lebenszufriedenheit in den deutschen Regionen. Die Daten zeigen klare Nord-Süd- und Ost-West-Unterschiede und sind eine Brücke zwischen Sozialwissenschaft und beschreibender Statistik.
Bereits heute leben etwa 1,8 Mio. Menschen mit Demenz in Deutschland, Tendenz stark steigend. Die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, steigt drastisch mit dem Alter — eine zentrale Information für die Sozial- und Pflegeplanung.
Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Schulleistung. Mit einer eigenen Klassenumfrage und etwas Korrelationsrechnung lässt sich der Effekt auch in der eigenen Klasse sichtbar machen — und zur DAK-Studie ins Verhältnis setzen.
Jugendämter erfassen jährlich rund 60.000 bestätigte Kindeswohlgefährdungen. Die Häufigkeit pro 1.000 Kinder unterscheidet sich zwischen den Bundesländern stark — eine zentrale Information für die Sozialarbeit und Jugendhilfe.
Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben in Deutschland im Schnitt schlechtere Bildungsabschlüsse als Schüler ohne. Aber: Wenn man den sozialen Hintergrund kontrolliert, schrumpft die Lücke deutlich. Eine differenzierte Datenanalyse ist hier zentral, um Klischees zu vermeiden.
Die Geburtenrate in Deutschland schwankt seit 50 Jahren zwischen 1,3 und 1,6 Kindern pro Frau — deutlich unter dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1. Mit linearen Trends und Vergleichen zu anderen Ländern lässt sich die demografische Zukunft skizzieren.
Mit der alternden Bevölkerung steigt der Pflegebedarf rasant. Aktuelle Vorausberechnungen zeigen, dass bis 2050 etwa 500.000 Pflegekräfte zusätzlich gebraucht werden — bei gleichzeitig schrumpfender Erwerbsbevölkerung. Eine Modellierungsaufgabe mit klarem Sozialberufs-Bezug.
Die soziale Pflegeversicherung funktioniert nach dem Umlageverfahren: Beitragszahler finanzieren die aktuellen Leistungen. Mit Erwartungswert-Rechnung lässt sich abschätzen, wie hoch die individuellen Lebenszeitleistungen sind — und wie sich das mit dem Alter verändert.