Praxisbezug: Wenn ein Test eine Sensitivität von 85 % und eine Spezifität von 90 % hat – was bedeutet ein positives Ergebnis konkret? Bei der ADHS-Diagnose ist die Antwort überraschend: Selbst bei einem „guten“ Test sind viele positive Befunde Fehlalarme. Der Satz von Bayes zeigt, warum.
Definieren Sie Sensitivität (= P(Test positiv | krank)) und Spezifität (= P(Test negativ | gesund)) in eigenen Worten. Erklären Sie den Unterschied an einem konkreten Beispiel.
Recherchieren Sie die ADHS-Prävalenz bei Kindern in Deutschland (KiGGS-Studie des RKI). Stellen Sie den Anteil insgesamt sowie nach Geschlecht in einem Säulendiagramm dar.
Erstellen Sie eine Vierfeldertafel für 10.000 Kinder mit Prävalenz 5 %, Sensitivität 85 %, Spezifität 90 %. Berechnen Sie alle vier Felder.
Berechnen Sie P(„hat tatsächlich ADHS“ | „Test positiv“) – also den positiv-prädiktiven Wert. Erklären Sie das Ergebnis allgemeinverständlich.
Diskutieren Sie: Warum führt eine niedrige Prävalenz zu vielen Fehlalarmen? Was bedeutet das für die Diagnose-Praxis?
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