Thema 15

Schlaf bei Jugendlichen und Leistung in der Schule – eine eigene Erhebung

Praxisbezug: Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Schulleistung. Mit einer eigenen Klassenumfrage und etwas Korrelationsrechnung lässt sich der Effekt auch in der eigenen Klasse sichtbar machen — und zur DAK-Studie ins Verhältnis setzen.

Anforderungen an Ihre Ausarbeitung

Inhalt
  • Klare Forschungsfrage und kurze Einordnung des Themas.
  • Echte Daten mit Quelle, Abrufdatum, Zeitraum und Stichprobengröße.
  • Alle recherchierten Datensätze müssen in einem passenden Diagramm dargestellt werden; Tabellen allein reichen nicht.
  • Mindestens drei statistische Kennwerte mit Rechnung, Bedeutung und Interpretation.
  • Mindestens zwei passende Diagrammarten mit vollständiger Beschriftung und Erklärung der Aussage.
  • Empfohlener Umfang der Ausarbeitung: 4–6 Seiten ohne Deckblatt und Quellenverzeichnis.
Statistik / Stochastik
  • Sofern das Thema es vorsieht: mindestens eine Wahrscheinlichkeitsberechnung oder ein begründetes Modell.
  • Bei mehrstufigen Situationen: Baumdiagramm, Pfadregeln oder Vierfeldertafel.
  • Rechnungen, Formeln und Diagramme nicht nur formal einbauen, sondern verständlich erklären: Was wurde berechnet, warum passt die Methode, was bedeutet das Ergebnis?
  • Grenzen der Daten nennen: Stichprobe, Messfehler, Verzerrungen, Korrelation ≠ Kausalität.
  • Die Hinweise unter den Aufgaben sind Arbeitshilfen und Beispiele. Verbindlich sind die Aufgaben und diese Anforderungen.
Abgabe und mündliche Verteidigung
  • Abgabe als PDF, maximal 40 MB.
  • Mündliche Verteidigung am Freitag in Person, ca. 15–20 Minuten pro Gruppe.
  • Sie müssen alles erklären können, was in Ihrer Ausarbeitung steht — Methoden, Quellen, Interpretationen.
  • Die Punktzahl bekommen Sie direkt nach der Verteidigung.

Detaillierte Aufgabenstellung

1

Recherchieren Sie die DAK-Gesundheitsstudien zum Schlafverhalten Jugendlicher (typische Schlafdauer, Schlafstörungen). Stellen Sie die recherchierten Vergleichswerte als Säulendiagramm dar.

Hinweis (Arbeitshilfe): DAK Präventionsradar Jugend: Schüler schlafen im Schnitt 8,3 h, aber 30 % unter 7 h. Empfehlung 13-Jähriger: 9–11 h, ab 14: 8–10 h.
2

Führen Sie eine anonyme Klassenumfrage durch: Schlafdauer Mo–Fr (Stunden), freiwillig grobe Notenkategorie statt exakter Note, „Müdigkeit in der Schule“ (Skala 1–5). Mindestens 15 Antworten.

Hinweis (Arbeitshilfe): Streudiagramm in Excel: Daten markieren → Punktdiagramm. Trendlinie hinzufügen (linear) und R² anzeigen lassen.
3

Erstellen Sie ein Streudiagramm Schlafdauer vs. Durchschnittsnote. Beschreiben Sie den sichtbaren Zusammenhang.

Hinweis (Arbeitshilfe): Korrelationskoeffizient r: =KORREL(BereichX; BereichY). r nahe 0 = kein Zusammenhang, r nahe ±1 = starker linearer Zusammenhang.
4

Berechnen Sie Mittelwert und Standardabweichung der Schlafdauer in Ihrer Klasse. Vergleichen Sie mit der DAK-Empfehlung (ca. 8–10 h).

Hinweis (Arbeitshilfe): Drittfaktoren: Smartphone-Nutzung am Abend reduziert Schlafdauer UND verschlechtert Leistung — beide Effekte hängen am dritten Faktor.
5

Diskutieren Sie kritisch: Korrelation ≠ Kausalität. Welche Drittfaktoren könnten den Zusammenhang erklären (z. B. Smartphone-Nutzung)?

Hinweis (Arbeitshilfe): Stichprobengröße: 15 Antworten sind für einen Klassenversuch ausreichend, aber statistisch nicht belastbar (großes Konfidenzintervall).
Datenquellen: DAK Gesundheit – Präventionsradar, eigene Klassenumfrage, JIM-Studie.
Schwerpunkte: Eigene Datenerhebung Streudiagramm Korrelation Mittelwert / Standardabweichung

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