Thema 14

Demenz und Alterung – Wie groß wird die Herausforderung?

Praxisbezug: Bereits heute leben etwa 1,8 Mio. Menschen mit Demenz in Deutschland, Tendenz stark steigend. Die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, steigt drastisch mit dem Alter — eine zentrale Information für die Sozial- und Pflegeplanung.

Anforderungen an Ihre Ausarbeitung

Inhalt
  • Klare Forschungsfrage und kurze Einordnung des Themas.
  • Echte Daten mit Quelle, Abrufdatum, Zeitraum und Stichprobengröße.
  • Alle recherchierten Datensätze müssen in einem passenden Diagramm dargestellt werden; Tabellen allein reichen nicht.
  • Mindestens drei statistische Kennwerte mit Rechnung, Bedeutung und Interpretation.
  • Mindestens zwei passende Diagrammarten mit vollständiger Beschriftung und Erklärung der Aussage.
  • Empfohlener Umfang der Ausarbeitung: 4–6 Seiten ohne Deckblatt und Quellenverzeichnis.
Statistik / Stochastik
  • Sofern das Thema es vorsieht: mindestens eine Wahrscheinlichkeitsberechnung oder ein begründetes Modell.
  • Bei mehrstufigen Situationen: Baumdiagramm, Pfadregeln oder Vierfeldertafel.
  • Rechnungen, Formeln und Diagramme nicht nur formal einbauen, sondern verständlich erklären: Was wurde berechnet, warum passt die Methode, was bedeutet das Ergebnis?
  • Grenzen der Daten nennen: Stichprobe, Messfehler, Verzerrungen, Korrelation ≠ Kausalität.
  • Die Hinweise unter den Aufgaben sind Arbeitshilfen und Beispiele. Verbindlich sind die Aufgaben und diese Anforderungen.
Abgabe und mündliche Verteidigung
  • Abgabe als PDF, maximal 40 MB.
  • Mündliche Verteidigung am Freitag in Person, ca. 15–20 Minuten pro Gruppe.
  • Sie müssen alles erklären können, was in Ihrer Ausarbeitung steht — Methoden, Quellen, Interpretationen.
  • Die Punktzahl bekommen Sie direkt nach der Verteidigung.

Detaillierte Aufgabenstellung

1

Recherchieren Sie die altersgruppenspezifische Demenz-Prävalenz in Deutschland (Deutsche Alzheimer Gesellschaft). Stellen Sie sie als Säulendiagramm dar.

Hinweis (Arbeitshilfe): Demenz-Prävalenz nach Alter (Quelle: DAG/EURODEM): 65–69 J.: 1,6 % · 70–74 J.: 3,5 % · 75–79 J.: 7,3 % · 80–84 J.: 15,7 % · 85–89 J.: 26,1 % · ≥ 90 J.: 41 %.
2

Berechnen Sie die bedingte Wahrscheinlichkeit P(Demenz | Alter ≥ 80) und vergleichen Sie sie mit P(Demenz | Alter 65–69).

Hinweis (Arbeitshilfe): Bedingte Wahrscheinlichkeit P(Demenz | ≥ 80) ≈ 22 % (gewichteter Mittelwert), P(Demenz | 65–69) ≈ 1,6 %. Faktor ≈ 13!
3

Stellen Sie die zeitliche Entwicklung der Gesamtzahl 2000–2024 dar. Extrapolieren Sie linear bis 2050.

Hinweis (Arbeitshilfe): Lineare Extrapolation: y = a + b·t mit zwei Stützstellen — in Excel über TREND-Funktion möglich.
4

Recherchieren Sie die Pflegeintensität: Wie viele Stunden Pflege pro Tag benötigen Menschen mit Demenz im Schnitt? Stellen Sie die Werte für mindestens zwei Pflegearrangements als Säulendiagramm dar.

Hinweis (Arbeitshilfe): Pflegestunden Demenz: ca. 7–10 Stunden pro Tag (oft durch Angehörige).
5

Diskutieren Sie: Welche gesellschaftlichen Konsequenzen hat der prognostizierte Anstieg? Welche Rolle spielen pflegende Angehörige?

Hinweis (Arbeitshilfe): Prognose 2050: 2,8–3 Mio. Menschen mit Demenz in Deutschland (DAG).
Datenquellen: Deutsche Alzheimer Gesellschaft, RKI Gesundheitsberichterstattung, Eurostat Bevölkerungsstatistik.
Schwerpunkte: Bedingte Wahrscheinlichkeit Trendextrapolation Säulendiagramm Demografische Modellierung

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