Thema 11

Mobbing in Schulen – Wer trifft es, und wie hat sich das verändert?

Praxisbezug: Mobbing — heute auch zunehmend „Cybermobbing“ — betrifft je nach Studie 15–35 % aller Schülerinnen und Schüler. Die JIM-Studie und WHO-Erhebungen liefern saubere Daten nach Alter, Geschlecht und Plattform.

Anforderungen an Ihre Ausarbeitung

Inhalt
  • Klare Forschungsfrage und kurze Einordnung des Themas.
  • Echte Daten mit Quelle, Abrufdatum, Zeitraum und Stichprobengröße.
  • Alle recherchierten Datensätze müssen in einem passenden Diagramm dargestellt werden; Tabellen allein reichen nicht.
  • Mindestens drei statistische Kennwerte mit Rechnung, Bedeutung und Interpretation.
  • Mindestens zwei passende Diagrammarten mit vollständiger Beschriftung und Erklärung der Aussage.
  • Empfohlener Umfang der Ausarbeitung: 4–6 Seiten ohne Deckblatt und Quellenverzeichnis.
Statistik / Stochastik
  • Sofern das Thema es vorsieht: mindestens eine Wahrscheinlichkeitsberechnung oder ein begründetes Modell.
  • Bei mehrstufigen Situationen: Baumdiagramm, Pfadregeln oder Vierfeldertafel.
  • Rechnungen, Formeln und Diagramme nicht nur formal einbauen, sondern verständlich erklären: Was wurde berechnet, warum passt die Methode, was bedeutet das Ergebnis?
  • Grenzen der Daten nennen: Stichprobe, Messfehler, Verzerrungen, Korrelation ≠ Kausalität.
  • Die Hinweise unter den Aufgaben sind Arbeitshilfen und Beispiele. Verbindlich sind die Aufgaben und diese Anforderungen.
Abgabe und mündliche Verteidigung
  • Abgabe als PDF, maximal 40 MB.
  • Mündliche Verteidigung am Freitag in Person, ca. 15–20 Minuten pro Gruppe.
  • Sie müssen alles erklären können, was in Ihrer Ausarbeitung steht — Methoden, Quellen, Interpretationen.
  • Die Punktzahl bekommen Sie direkt nach der Verteidigung.

Detaillierte Aufgabenstellung

1

Recherchieren Sie die Mobbing-Prävalenz an deutschen Schulen (z. B. JIM-Studie oder PISA-Modul „Schulwohlbefinden“). Stellen Sie die aktuelle Prävalenz als Säulendiagramm dar.

Hinweis (Arbeitshilfe): JIM-Studie (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest): jährlich, befragt 12–19-Jährige zu Mediennutzung. Cybermobbing-Frage seit Jahren stabil.
2

Erstellen Sie eine Vierfeldertafel: Geschlecht × „in den letzten 6 Monaten gemobbt“. Berechnen Sie die bedingten Wahrscheinlichkeiten für Jungen und Mädchen.

Hinweis (Arbeitshilfe): PISA-Module: „Mobbing-Index“ aus mehreren Items zusammengesetzt. Deutschland liegt im OECD-Mittelfeld.
3

Vergleichen Sie „klassisches“ Mobbing und Cybermobbing. Stellen Sie die Geschlechterverteilung als gruppiertes Säulendiagramm dar.

Hinweis (Arbeitshilfe): Typische Geschlechterunterschiede: Jungen häufiger physisches Mobbing, Mädchen häufiger relationales/Cybermobbing.
4

Stellen Sie die Entwicklung der Cybermobbing-Prävalenz über die letzten 10 Jahre als Liniendiagramm dar.

Hinweis (Arbeitshilfe): Liniendiagramm Cybermobbing-Entwicklung: 2012 ca. 7 %, heute eher 15–20 % (je nach Studie und Definition).
5

Diskutieren Sie kritisch: Selbstauskunft als Datenquelle — welche Verzerrungen gibt es? Was bedeutet die hohe Dunkelziffer?

Hinweis (Arbeitshilfe): Dunkelziffer: Schüler unterberichten Mobbing aus Scham oder Angst. Selbstauskunft unterschätzt das tatsächliche Geschehen.
Datenquellen: JIM-Studie (mpfs.de), PISA Wellbeing Report, BLIKK-Studie, Sinus-Jugendstudie.
Schwerpunkte: Vierfeldertafel Bedingte Wahrscheinlichkeit Trendanalyse Stichproben-Verzerrung

Eintragen und hochladen

Die Registrierung und der Upload laufen über eure persönliche Themenseite. Ihr kommt dort per QR-Code oder mit dem Kurzcode vom QR-Zettel über die Startseite hinein.